Chemnitz - im Wandel der Zeiten :: v.2.0 :: 01.10.09  
 
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Architektur, Kunst und Kultur

König-Albert-Museum


Das König-Albert-Museum um 1930, Blick aus Richtung Theaterplatz


Museumsgarten 1928 mit dem "Versteinerten Wald" noch hinter dem Museum, später ab ca. 1940 befand sich dieser an der Seite zur Königstraße und heute ist er im Lichthof des ehemaligen Kaufhaus Tietz untergebracht

  Text: Türmer Stefan Weber, Chemnitzer Kalender 2009, 19. Jahrgang, Verlag Heimatland Sachsen GmbH Chemnitz

Bereits am 23. Oktober des Jahres 1897 regte der damalige Chemnitzer Oberbürgermeister Dr. Heinrich Beck folgendes an: "Die städtischen Kollegien wollen beschließen für die Verherrlichung und zum bleibenden Gedächtnis der bevorstehenden Jubelfeier der 25jährigen Regierung seiner Majestät des Königs hierselbst ein König-Albert-Museum zu errichten und drin die städtischen naturwissenschaftlichen Sammlungen, die Sammlungen der Kunsthütte, das Museum des Vereins für Chemnitzer Geschichte, das Museum des Handwerkervereins, sowie eine hier neu zu begründende Vorbildersammlung aufzunehmen ... ".

Nach 1897 stimmte man diesem Vorhaben zu, nur die Erwägungen den Standort betreffend, führten zu Verzögerungen. Man zog auch die Nutzung eines schon vorhandenen Gebäudes in Betracht. Letztlich wird man sich über die Errichtung des Museumsgebäudes und Neuen Stadttheaters an exponierter Stelle einig. Doch erst am 28. April 1904 bestimmt die Chemnitzer Stadtverordnetenversammlung den Neustädter Markt dafür. Federführender Architekt wird Stadtbaurat Richard Möbius. Im Februar 1906 beginnen die Bauarbeiten, Ende 1908 war das Gebäude weitestgehend fertig gestellt. Der Museumsbau hat die Länge von 113 Metern und im Mittelbau eine Breite von 19 Metern. Am 1. September 1909 konnte das Museum feierlich eröffnet werden.

Der Namenspatron der neuen musealen Einrichtung, König Albert, wurde am 23. April 1828 in Dresden geboren und verstarb am 19. Juni 1902 in Sybillenort bei Breslau. Sein Amtsantritt war im Jahre 1873. Sein 25-jähriges Thronjubiläum im Jahre 1898 löste seinerzeit den Plan für den Museumsbau aus. Unter seiner Regierung erlebte das Königreich Sachsen einen beachtlichen Aufschwung und wandelte sich vom Agrar- zum Industriestaat. König Albert galt seinerzeit als großer Feldherr und Militärgenie. Er bewies 1848 seine Tapferkeit im Feldzug gegen Dänemark und 1866 in der Schlacht von Königsgrätz gegen die Preußen. Er errang Siege 1870 gegen die Franzosen bei St. Privat und Verdun. Gleichfalls war er auch den schönen Künsten zugeneigt, liebte vor allem Musik und Theater.

Während der Bombenangriffe 1945 wurde der Museumsbau beschädigt, blieb aber in seinem äußeren und teilweise auch inneren Erscheinungsbild erhalten, 1991/92 wurde der Museumsbau entsprechend der denkmalspflegerischen Gegebenheiten saniert, dabei kam auch wieder das kupferbedeckte Ziertürmchen über den Ostsgiebel des Mittelbaues, das nach 1945 angenommen werden musste. Seither auch wieder König-Albert-Museum genannt, ist es als Domizil für die bedeutenden Kunstsammlungen in Chemnitz eine repräsentativer Museumsbau.

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 Stand: 2.0    04.02.10
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